Petrus Geschichte

Liebe Kinder in Aufhausen und Türkheim,

schon seit acht Wochen seid ihr nicht mehr in der Schule gewesen und hattet auch keinen Religionsunterricht. Nun möchten dich die Religionslehrerinnen an der Grundschule Aufhausen zu einer gemeinsamen Aktion einladen.

Sicher erinnern sich viele von euch an die Szenen aus der gemeinsamen Zeit von Jesus und Petrus. Frau Leibing hat sie im letzten Schuljahr mit Kindern im Religionsunterricht mit Playmobilfiguren nachgestellt und wir haben sie in einem Schulgottesdienst angeschaut. Jetzt sind sie auf der Homepage unserer Kirchengemeinden zu sehen. Schau doch mal rein:

Wir möchten dich einladen, diese Szenen auch mit Figuren (Playmobil, Lego, …) nachzustellen oder Bilder dazu zu malen. Du kannst auch einen Brief an Petrus zu schreiben, in dem du ihm sagst, wie du seine Geschichte mit Jesus findest. Du kannst ihm auch von dir erzählen, wie du heute lebst, was du von Jesus weißt, was er für dich bedeutet. Was du gemacht hast, kannst du als Foto oder pdf-Datei an folgende Mail-Adresse schicken: 

Wir werden dein Foto, Bild oder deinen Brief auf der Homepage der Kirchengemeinden veröffentlichen. Du kannst dann dort auch anschauen, was deine Freunde geschickt haben.

Wir freuen uns schon sehr auf deinen Beitrag und grüßen dich ganz herzlich!

Silke Leibing und Helga Striebel 

Jesus und Petrus - eine besondere Freundschaft

Jesus und sein Jünger Petrus haben vieles miteinander erlebt. Ihre Abenteuer und Gespräche könnt Ihr in der Bibel im Neuen Testament nachlesen - und dann vielleicht auch selbst ein bisschen miterleben: malt ein Bild dazu oder baut die Geschichten mit Spielfiguren nach. Vielleicht so, wie es die Kinder im Religionsunterricht in der Grundschule Geislingen-Aufhausen schon mal gemacht haben. Schaut mal:

1. Petrus leiht Jesus sein Boot

  • add 1. Petrus leiht Jesus sein Boot

    Das ist Petrus, der Fischer

    und Jesus, den kennt ihr ja.

    Jesus erzählt den Menschen vom Vater im Himmel. Es sind so viele Leute da, dass nicht alle Jesus verstehen können.

    Da hat Jesus eine Idee: Er bittet Petrus: „Kannst du mir dein Boot leihen?“ Und Petrus ist gleich bereit dazu, er ist ein guter Freund.

    Jesus spricht jetzt vom Boot aus und der Wind trägt seine Worte zu den Menschen.

  • add Bibeltext: Lukas 5, 1- 3

    Eines Tages stand Jesus am See Genezareth;
    eine große Menschenmenge drängte sich um ihn und wollte das Wort Gottes hören.
    Da sah er zwei Boote am Ufer liegen.
    Die Fischer waren ausgestiegen und reinigten ihre Netze.
    Jesus stieg in das Boot, das Simon (Petrus) gehörte, und bat ihn, ein Stück weit auf den See hinauszufahren.
    So konnte er im Boot sitzen und von dort aus zu den Menschen sprechen.

  • add Ein Brief von heute an Petrus:

    Lieber Petrus!

    Weil in der Corona-Zeit mehr Zeit zum Schreiben ist, habe ich beschlossen, dass du jetzt ab und zu einen Brief von mir bekommst. Diese Geschichte von dir macht mich fast ein bisschen neidisch! Jesus kommt zu dir ins Boot und du darfst ihm dabei helfen, dass Menschen ihn besser verstehen können. Mit deiner Hilfe kommt Jesus sozusagen zu den Menschen. Ich glaube, da hätte ich auch gern geholfen. Aber weißt du, wenn ich es mir recht überlege, gibt es in unserer Gemeinde schon eine Menge Leute, die Jesus dabei helfen, zu den Menschen zu kommen – so wie du. Du hättest deine Freude daran.

    Und ich überlege mir, wie ich Jesus heute „mein Boot“ leihen kann, wie Menschen durch mich Jesus begegnen können!?!

    Liebe Grüße von einem Gemeindemitglied

2. Ein unglaublicher Fang

  • add 2. Ein unglaublicher Fang

    Danach schlägt Jesus den Fischern vor: „Fahrt zur Mitte des Sees und werft dort die Netze aus“.

    Die Fischer sind unsicher, ob um diese Zeit Fische ins Netz gehen. Trotzdem werfen sie die Netze aus.

    Sie fangen so viele Fische, dass sie fast nicht ins Boot passen.

    Jesus sagt zu Petrus: „Von nun an sollst du Menschen fischen.“ Danach ist Petrus viel mit Jesus und seinen Freunden unterwegs.

  • add Bibeltext: Lukas 5, 4-11

    Als er aufgehört hatte zu reden, wandte er sich an Simon und sagte: „Fahr jetzt weiter hinaus auf den See; werft dort eure Netze zum Fang aus!“

    Simon (Petrus) antwortete: „Meister, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht, und haben nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.

    Das taten sie dann auch und sie fingen eine solche Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen begannen.

    Deshalb winkten sie den Fischern im anderen Boot, sie sollten kommen und mit anpacken. Zusammen füllten sie die beiden Boote, bis diese schließlich so voll waren, dass sie zu sinken drohten.

    Als Simon das sah, warf er sich vor Jesus auf die Knie und sagte: „Herr, geh fort von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.“ Denn ihm und allen, die bei ihm im Boot waren, war der Schreck in die Glieder gefahren, weil sie solch einen Fang gemacht hatten, und genauso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die zusammen mit Simon Fischfang betrieben. Doch Jesus sagte zu Simon (Petrus):

    „Du brauchst dich nicht zu fürchten. Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein.“

    Da zogen sie die Boote an Land, ließen alles zurück und schlossen sich ihm an.

  • add Ein Brief von heute an Petrus:

    Lieber Petrus!

    Eine ganze Nacht harte Arbeit umsonst… kein einziger Fisch zum Frühstück im Netz und schon gar keiner zum Verkaufen. Du kanntest Existenzsorgen. Da denke ich gleich an die vielen, die das in den letzten Wochen auch erlebt haben, ganz viel Arbeit und dann - alles umsonst… Existenzsorgen, die es in dieser Dimension bisher bei uns so nicht gab.

    Und dann du wieder, Petrus, du bist ganz schön hart im Nehmen. Fährst einfach noch einmal hinaus, obwohl du genau weißt, dass die Fische am Tag nicht ins Netz gehen, nur weil Jesus es sagt. Wo nimmst du bloß dieses Vertrauen her?

    Und dann das Unglaubliche: Ein Boot voller Fische.

    Da ist euch dann doch der Schreck in die Glieder gefahren und ihr habt euch gefragt, wer dieser Jesus wohl ist? Irgendwie freut mich, dass Jesus euch da gleich alle Furcht genommen hat.

    Und ich überlege mir, wer dieser Jesus für mich ist. Könnte ich ihm vertrauen, dass er einen Weg für mich hat, gerade da, wo ich selber keinen mehr sehe!?!

    Liebe Grüße von einem Gemeindemitglied

3. Es reicht für alle!

  • add 3. Es reicht für alle!

    An einem Tag überlegen Petrus und seine Freunde, wie sie die 5000 Menschen satt bekommen sollen, die zu ihnen gekommen sind. Jesus sagt: „Gebt ihr ihnen zu essen!“

    Sie haben nur 5 Brote und zwei Fische, aber sie geben sie Jesus.

    Jesus dankt zuerst Gott, danach teilt er die Brote und Fische aus und alle werden satt.

  • add Bibeltext: Matthäus 14, 14-21

    Als Jesus aus dem Boot stieg und die vielen Menschen sah, ergriff ihn ein tiefes Mitgefühl, und er heilte die Kranken.

    Gegen Abend kamen die Jünger zu ihm und sagten: „Wir sind hier an einem einsamen Ort, und es ist schon spät. Schick die Leute fort, dann können sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen.“

    Jesus erwiderte: „Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt doch ihr ihnen zu essen!“ „Wir haben hier aber nur fünf Brote und zwei Fische“, entgegneten sie. „Bringt sie mir her!“, sagte Jesus. Nachdem er angeordnet hatte, die Leute sollten sich im Gras lagern, nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und dankte Gott dafür. Dann brach er die Brote in Stücke und gab sie den Jüngern, und die Jünger verteilten sie an die Menge. Und alle aßen und wurden satt. Am Schluss sammelte man auf, was übriggeblieben war – zwölf Körbe voll. Etwa fünftausend Männer hatten an der Mahlzeit teilgenommen, Frauen und Kinder nicht mitgerechnet.

  • add Ein Brief von heute an Petrus:

    Lieber Petrus!

    „Es ist genug für alle da“ war bei uns in den letzten Wochen immer wieder die Parole im Supermarkt. Also, Supermarkt ist so etwas Ähnliches wie euer Markt, nur mit viel mehr Regalen.

    Kennst du eigentlich Klopapier? Wohl eher nicht – wie habt ihr das eigentlich gemacht?? Ja, also bei uns war das Regal mit Klopapier ziemlich lange immer leer. Und wenn man da nicht rechtzeitig gehortet hatte… Das allererste Mal in meinem Leben hatte ich im Supermarkt das Gefühl: Es reicht nicht für alle. Und bei euch gings ums Essen – eure letzten Reste aus dem Kühlschrank (pardon, hatte ihr ja nicht) habt ihr geteilt: 5 Brote (Hattet ihr eigentlich Hefe?) und zwei Fische.

    Und das Wunder: Es hat für alle gereicht.

    Und ich überlege mir, wäre ich bereit von meinen letzten zwei Klopapierrollen eine zu verschenken? Oder gebe es in dieser Zeit nicht noch mehr Möglichkeiten zu teilen? Was will ich heute mit jemand teilen!?!

    Liebe Grüße von einem Gemeindemitglied

4. Angst und Mut

  • add 4. Angst und Mut

    Jesus schickt seine Freunde mit dem Boot über den See.

    Er will allein sein mit Gott.

    Die Nacht ist dunkel und der See stürmisch. Sie haben schreckliche Angst.

    Plötzlich sehen die Freunde auch noch eine Gestalt auf dem Wasser. Sie fürchten sich. Doch jetzt ruft die Gestalt: „Habt keine Angst, ich bin´s!“

    Auf einmal weiß Petrus: Es ist Jesus. Er will sofort zu ihm. Aber er kann doch nicht… Er schaut Jesus an, dann wagt er mutig den Weg übers Wasser.

    Plötzlich sieht er eine riesige Welle

    und sinkt.

    Doch sein Freund Jesus streckt ihm die Hand entgegen und hilft ihm aus den Fluten.

  • add Bibeltext: Matthäus 14, 22-33

    Nun drängte Jesus die Jünger, unverzüglich ins Boot zu steigen und ihm ans andere Ufer vorauszufahren; er wollte inzwischen die Leute entlassen, damit sie nach Hause gehen konnten. Als das geschehen war, stieg er auf einen Berg, um ungestört beten zu können. Spät am Abend war er immer noch dort, ganz allein. Das Boot befand sich schon weit draußen auf dem See und hatte schwer mit den Wellen zu kämpfen, weil ein starker Gegenwind aufgekommen war.

    Gegen Ende der Nacht kam Jesus zu den Jüngern; er ging auf dem See. Als sie ihn auf dem Wasser gehen sahen, wurden sie von Furcht gepackt. „Es ist ein Gespenst!“, riefen sie und schrien vor Angst. Aber Jesus sprach sie sofort an. „Erschreckt nicht!“, rief er. „Ich bin´s. Ihr braucht euch nicht zu fürchten!“

    Da sagte Petrus: „Herr, wenn du es bist, dann befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen!“ „Komm“, sagt Jesus. Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser auf Jesus zu. Doch als er merkte, wie heftig der Sturm war, fürchtete er sich. Er begann zu sinken. „Herr“, schrie er, „rette mich!“ Sofort streckte Jesus seine Hand aus und hielt ihn fest. „Du Kleingläubiger“, sagte er, warum hast du gezweifelt?“ Dann stiegen beide ins Boot, und der Sturm legte sich. Und alle, die im Boot waren, warfen sich vor Jesus nieder und sagten: „Du bist wirklich Gottes Sohn.“

  • add Ein Brief von heute an Petrus:

    Lieber Petrus!

    Diese Geschichte von dir können wir Menschen von heute ganz schnell abtun mit dem Satz: „Auf dem Wasser kann eh keiner gehen.“ Trotzdem will ich mich ganz auf dich und dein Erleben einlassen. Ihr hattet schreckliche Angst in dieser stürmischen Nacht. Angst ist mir nichts Fremdes – gerade in diesen Tagen. Hoffentlich wird keiner meiner Lieben schwer krank. Wie wird unser Land das Ganze wirtschaftlich verkraften? Wie schaffen wir die Zeit, bis die Schule wieder los geht und wie geht es dann dort weiter? An der Stelle könnte ich noch ganz lang weitermachen. Ich höre jetzt auf, sonst wird mein Brief zu lang.

    Inmitten deiner Angst begegnet dir Jesus und du erkennst ihn nicht, du hältst ihn für ein Gespenst. Angst kann ganz schön blind machen. Als du Jesus dann doch erkennst, gehst du mutige Schritte übers Wasser auf ihn zu. Das kenne ich auch, man kann ja nicht immer nur ängstlich sein, fasst wieder Mut, geht neue Schritte und lässt sich dann doch von den Wellen (Umständen) einschüchtern. Weißt du was mich so freut ist, dass du nicht ertrinkst – Jesus streckt dir die Hand entgegen und zieht dich raus. Das macht mir so Mut.

    Und ich überlege mir, wäre es mir möglich, mitten in meiner Angst Jesus zu entdecken? Könnte ich in allen Zweifeln ihn um Hilfe rufen und seiner ausgestreckten Hand vertrauen?

    Liebe Grüße von einem Gemeindemitglied

5. Petrus der Angeber (Matthäus 26, 31a, 33)

  • add 5. Petrus der Angeber (Matthäus 26, 31a, 33)

    Unterwegs sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Heute Nacht werdet ihr euch alle von mir abwenden. … Doch Petrus versicherte: „Und wenn alle sich von dir abwenden – ich niemals!“

  • add Ein Brief von heute an Petrus:

    Lieber Petrus!

    Wenn ich mir diese Geschichte so anschaue, dann denke ich, dass du auch ein ganz schöner Kotzbrocken sein kannst. (Entschuldige den Ausdruck!) Klar ist es toll, seine Überzeugungen zu haben und dazu zu stehen, aber musst du gleich so angeben und dabei auch noch die anderen schlecht reden? Natürlich ist es auch irgendwie faszinierend, wie überzeugt du von dir selber bist. Wie ist es dir wohl in dem Moment ergangen, als Jesus dir ins Gesicht sagte, dass du ihn verleugnen wirst?

    Und ich überlege mir, ob ich nicht vielleicht auch manchmal andere schlecht rede, damit ich selber besser dastehe und mir das nicht einmal bewusst ist? Oder kann es sein, dass auch ich mir in manchen Dingen meiner selbst zu sicher bin? Könnte mir eine Begegnung mit Jesus helfen, der mich durch und durch kennt und der mir einen Spiegel vorhält!?!

    Liebe Grüße von einem Gemeindemitglied

6 - Eingeschlafen (Matthäus 26, 36-46)

  • add 6 - Eingeschlafen (Matthäus 26, 36-46)

    Unterwegs sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Heute Nacht werdet ihr euch alle von mir abwenden. … Doch Petrus versicherte: „Und wenn alle sich von dir abwenden – ich niemals!“

  • add Ein Brief von heute an Petrus:

    Lieber Petrus!

    Schlafen, ja das ist auch so eine Sache in diesen Tagen. Manchmal kann ich nicht einschlafen, weil mich die Eindrücke des Tages noch beschäftigen oder ich wache mitten in der Nacht auf und dann geht das Gedankenkarussell los. Andererseits geht es mir morgens manchmal so, dass ich lieber weiterschlafen will, dann muss ich mich den Problemen des Tages erst gar nicht stellen. Dass du schlafen konntest nach dem ereignisreichen Abend mit Jesus wundert mich schon. Haben dich Jesu Worte nicht umgetrieben? Oder bist du in den Schlaf geflüchtet um erst mal vor dem in Sicherheit zu sein, was da auf dich zukam?

    Vielleicht warst du ja einfach nur erschöpft. Aber auf jeden Fall hast du Jesus ziemlich im Stich gelassen. Wie gut, dass Jesus Trost im Gebet gefunden hat.

    Und ich überlege mir, ob ich womöglich auch etwas Entscheidendes „verschlafe“? Wie könnte ich wach bleiben für die Stimme Jesu? Wo will ich es auf keinen Fall „verschlafen“ jemandem beizustehen!?!

    Liebe Grüße von einem Gemeindemitglied

7 - Petrus verleugnet Jesus (Matthäus 26, 69-75)

  • add 7 - Petrus verleugnet Jesus (Matthäus 26, 69-75)

    Petrus saß noch draußen im Hof, als eine Dienerin auf ihn zutrat und sagte: „Du warst auch mit Jesus aus Galiläa zusammen!“ Und Petrus stritt es vor allen Leuten ab. „Ich weiß nicht, wovon du redest“, sagte er. Als er danach zum Eingangstor ging, sah ihn eine andere Dienerin und sagte zu denen, die dort standen: „Der war auch mit diesem Jesus von Nazareth zusammen.“ Wieder stritt Petrus es ab, diesmal sogar mit einem Schwur: „Ich kenne den Menschen nicht!“

    Doch es dauerte nicht lange, da traten die Umstehenden auf ihn zu und sagten: „Natürlich bist du auch einer von ihnen; deine Sprache verrät dich.“ Petrus begann Verwünschungen auszustoßen, und schwor: „Ich kenne den Menschen nicht!“

    In diesem Augenblick krähte der Hahn. Da erinnerte sich Petrus daran, wie Jesus zu ihm gesagt hatte: „Bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ Und er ging hinaus und weinte in bitterer Verzweiflung.“ (Neue Genfer Übersetzung)

  • add Ein Brief von heute an Petrus:

    Lieber Petrus!

    O, Mann, in deiner Haut hätte ich auch nicht stecken wollen. Naja, wenn ich ehrlich bin, stecke ich manchmal genau in dieser Haut. Wie neulich zum Beispiel (als es noch möglich war, sich in Gruppen zu treffen), da waren alle sich einig, wie schrecklich ein bestimmter Mensch ist. Tief in mir spürte ich noch: „Ich müsste ihn eigentlich verteidigen.“ und gleich der Gedanke: „Aber was denken dann die anderen?“ Im besten Fall schaffe ich es in so einer Situation wenigstens nichts zu sagen, im schlimmsten Fall lästere ich munter mit… Und ärgere mich dann über mich.

    Ja, in dem Moment kann ich ein bisschen spüren, wie du dich gefühlt hast Petrus. Manchmal schaffe ich es auch nicht, öffentlich zu dem zu stehen, was ich glaube – ist doch Privatsache, oder? - Will ja auch nicht als die Frömmste im Dorf dastehen. Dabei könnte mir gar nicht so viel passieren wie dir -du warst immerhin mit dem Tod bedroht. Ach irgendwie tut es mir gut, dir diese Dinge zu schreiben, ich bin sicher, du verstehst mich.

    Und ich überlege mir, könnte ich mich heute unabhängig machen von meiner Angst vor dem Urteil anderer und mutig das tun, was Gott mir aufs Herz gelegt hat!?!

    Liebe Grüße von einem Gemeindemitglied

8 - Frühstück mit Jesus (Johannes 21, 3-13)

  • add 8 - Frühstück mit Jesus (Johannes 21, 3-13)

    Simon Petrus sagte: "Ich gehe fischen." "Wir auch", sagten die anderen, "wir kommen mit." Sie gingen zum Boot hinaus und legten ab, aber in jener Nacht fingen sie nichts. Als es dann Tag wurde, stand Jesus am Ufer, doch die Jünger erkannten ihn nicht. "Kinder", rief er er ihnen zu, "habt ihr nicht ein paar Fische für das Frühstück?" "Nein", riefen sie zurück, "nicht einen einzigen!"

    „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus!“, forderte er sie auf. „Ihr werdet sehen, dass ihr etwas fangt.“ Sie warfen das Netz aus, aber dann konnten sie es nicht mehr einholen, solch eine Menge Fische hatten sie gefangen.

    Da sagte jener Jünger, den Jesus besonders liebte, zu Petrus: „Es ist der Herr!“ Als Simon Petrus ihn sagen hörte: „Es ist der Herr“, warf er sein Obergewand über, das er bei der Arbeit abgelegt hatte, band es fest und sprang ins Wasser, um schneller am Ufer zu sein. Die anderen Jünger kamen mit dem Boot nach, das Netz mit den Fischen im Schlepptau. Sie hatten es nicht weit bis zum Ufer – nur etwa hundert Meter.

    Als sie aus dem Boot stiegen und an Land gingen, sahen sie ein Kohlenfeuer, auf dem Fische brieten; auch Brot lag dabei. „Bringt ein paar von den Fischen, die ihr eben gefangen habt!“; forderte Jesus sie auf. Da stieg Petrus ins Boot und zog das Netz an Land. Es war voll von großen Fischen, im Ganzen hundertdreiundfünfzig. Und trotz dieser Menge riss das Netz nicht. „Kommt her und esst!“, sagte Jesus. Die Jünger hätten ihn am liebsten gefragt: „Wer bist du?“ Aber keiner von ihnen wagte es; sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat ans Feuer, nahm das Brot und gab es ihnen und ebenso den Fisch. (Neue Genfer Übersetzung)

  • add Ein Brief von heute an Petrus:

    Lieber Petrus!

    Es gefällt mir, wie du trotz allem äußeren und inneren Durcheinander das Leben wieder anpackst und Fische fangen gehst. Ich kenne viele um mich herum, die genauso beherzt anpacken in dem Durcheinander unserer #Tage. Sie geben ihren Kindern eine Tagesstruktur, versuchen das Leben miteinander schön zu gestalten, nähen Masken für andere, fahren ihre Produkte oder ihr gekochtes Essen an die Haustüren, kaufen für andere ein, hören anderen stundenlang am Telefon zu und es würde mir noch ganz viel einfallen. (Ganz abgesehen von denen, die schon von Berufs wegen außerordentliches leisten.)

    Doch zurück zu dir Petrus, wie schon einmal, erlebst du jetzt eine harte Nacht voller Arbeit ohne Fische im Netz. Vielleicht geht es dem einen oder anderen „Anpacker“ von uns auch so, alles scheint so vergeblich und es ist kein Ende in Sicht.

    Und dann steht Jesus am Ufer – schickt dich wieder hinaus und was dann passiert, kommt mir so bekannt vor.

    Aber das Beste ist, Jesus lädt dich und deine Freunde zum Frühstück ein – es ist warm am Feuer und die Fische sind gebraten. Da wäre ich auch gern dabei gewesen.

    Und ich überlege mir, ob diese Einladung Jesus auch für mich gilt? Könnte ich nicht auch nach harter Arbeit bei ihm verweilen und zur Ruhe kommen? Wäre es nicht möglich, morgen einmal mit Jesus zu frühstücken, eine Runde spazieren zu gehen oder nur mal schnell einen Kaffee zu trinken – ganz alleine, nur er und ich - und mir dabei bewusstmachen: Er hört mir ungeteilt zu und vielleicht hat er mir sogar etwas zu sagen!?!

    Liebe Grüße von einem Gemeindemitglied

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